Der Steinbruch Baddeckenstedt

Der Steinbruch Baddeckenstedt liegt im Landkreis Salzgitter am Rand der Ortschaft Baddeckenstedt an der südwestlichen Flanke der Lichtenberge. Zahlreiche Störungen durchziehen die kreidezeitliche Schichtenabfolge, die aus Kalksteinen und Mergeln besteht. Die hier aufgeschlossene 70 m mächtige Schichtenabfolge lässt sich in drei Einheiten unterteilen:

Der untere Teil besteht aus 20 m mächtigen Mergeln des Unteren und Mittleren Cenomaniums. Diese sind grau, rhythmisch geschichtet und sehr fossilreich. Große Teile dieses Schichtpakets sind von Hangschutt bedeckt. Zu den typischen Fossilien in diesen Sedimenten eines warmen Flachmeeres gehören Muscheln (vor allem Inoceramen, Kammmuscheln und Austern), Seeigel (Sternotaxis, Holaster, Camerogalerus etc.), Ammoniten (z. B. Schloenbachia und Mantelliceras) und Brachiopoden.
Im mittleren Teil folgen 22 m helle Kalksteine des Mittleren und Oberen Cenomaniums, die von dünnen Tonlagen durchzogen sind. Hier finden sich relativ wenige Fossilien.
Der obere Teil besteht aus überwiegend rötlich-braunen Kalkmergeln („Rotpläner“) des Oberen Cenomaniums und des Mittleren Turoniums. In diese Schichten sind einige schwarze und graugrüne Lagen eingeschaltet, die als Überreste umgewandelter Aschelagen vulkanischer Aktivität gedeutet werden.

Das Betreten des Steinbruchs ist nur mit Genehmigung durch die NABU-Bezirksgruppe Braunschweig möglich und auf das Winterhalbjahr beschränkt.