Exkursion zu den Taufwiesenbergen (nördlich von Magdeburg)

 

Unsere Exkursion zu den Taufwiesenbergen fand bei bestem Wetter statt. Wir wurden gleich zu Beginn von einer singenden Sperbergrasmücke empfangen, die frei saß und unermüdlich sang, so daß wir uns den Gesang gut einprägen konnten.
Weitere Höhepunkte waren die vielen Neuntöter und Raubwürger und ein Pirol, der -völlig untypisch- über lange Zeiträume völlig frei saß.

 

Die Sperbergrasmücke ist unsere größte Grasmückenart. Die Oberseite des Vogels ist aschgrau, die Unterseite grauweiß mit dunkler (namensgebender) Sperberung, die Augen leuchten hellgelb.

 

Sie ist ein Zugvogel, der in Afrika überwintert und erst ab Ende April bis Anfang Mai im Brutgebiet eintrifft. Dort sind die Männchen dann durch den Gesang und Balzflug auffällig. Auch die schnarrenden Warnrufe verraten ihre Anwesenheit.
Sperbergrasmücken bevorzugen Hecken- und gebüschreiche Lebensräume in warmer und oft trockener Lage. Als Singwarten und Ausgangspunkte für Balzflüge dienen Einzelbäume, in Ausnahmefällen auch Leitungsdrähte.

 

In Heckenrosen, Brombeeren, Weißdorn oder anderen dichten Gebüschen befindet sich das Nest gut getarnt in der Regel nur 0,5 bis 1 m hoch über dem Boden.
Deutschland ist die westlichste Verbreitungsgrenze der Sperbergrasmücke. Der deutsche Gesamtbestand liegt zwischen 7000 und 9600 Paaren.

 

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben die höchsten Bestände. In Niedersachsen brüten zwischen 240 und 900 Paare.